Urs Illi

Urs Illi (geb. 1944) war als Leistungs-Turner und Mitglied im Olympiakader, bei nationalen und internationalen Wettkämpfen für die Schweiz seit 1963 bis 1974 erfolgreich (u.a. Landesmeisterschaften, Länderkämpfe (auch gegen Deutschland), Universiade in Tokio 1967), er war der erste Schweizer, der auch den Diamidow-Kreisel im Programm hatte. Daneben war er Pionier in der Skiakrobatik. Nach seinem (wegen Leistungssportbelastung) abgebrochenen Ingenieur-Studium an der ETH in Zürich, wechselte er in die Lehrerbildung (Sportlehrer-Ausbildung) und wirkte während fast 40 Jahren als Dozent und Bewegungspädagoge (Schwerpunkte Bewegungslehre, Geräteturnen, Skiausbildung) an den sportwissenschaftlichen Instituten in Zürich und Basel. Daneben amtete er 20 Jahre als Verantwortlicher im SVSS in der nationalen Lehrerfortbildung im Bereich „Sport in der Schule“.

Er erkannte die Bedeutung des "Sich-Bewegens" und die Potenziale der aktiven Bewegungsbildung für das Aufwachsen von Kindern sehr früh und entwickelte diverse Konzepte, Filme, Bücher und Gerätearrangements zum bewegten Kinder- und Schulalltag. Besonders bekannt geworden sind seine Vorschläge und internationalen Tagungen für das „Bewegte Sitzen“ und die „Bewegte Schule“ (Initiator in Europa seit den späten 80-er Jahren), die ausgehend von ersten Pilotprojekten in der Schweiz zunächst nach Deutschland und inzwischen weltweit das Schulleben prägen.

Seit 1998 engagiert er sich im Rahmen einer Stiftung in der bewegten Entwicklungs-Zusammenarbeit mit Schulprojekten in Kenia. Hier kommen unter anderem Konzepte für den Bau von Primar- Sekundar- und Berufsschulen sowie Anregungen für die bewegte Erwachsenen- und Persönlichkeitsbildung zur Umsetzung. Aus hochschuldidaktischer Sicht ermöglichte er außerdem während Jahren in Zusammenarbeit mit Lehrerausbildungs-Institutionen (in Deutschland, Österreich und der Schweiz) Exkursionen und Auslandspraktika nach Kenia und Malawi.