Zum Bildungspotential des "Sich-Bewegens" und Sporttreibens

1) Die Qualität des Sports ist ganz wesentlich an das gebunden, was wir allgemeinhin mit dem Begriff "Spaß" und speziell mit dem Begriff "Bewegungslust" ausdrücken möchten! 

 

2) Im Sport bieten sich vielfältige Gelegenheiten zum Vertiefen. Eine wesentliche Aufgabe des Erziehers liegt darin, Lust auf dieses "Vertiefen" zu stiften!

 

3) Sport bietet zahlreiche Widerstände und Schwierigkeiten, die von den Sporttreibenden allein um ihrer selbst willen gelöst und bewältigt werden. Genau hier gründet ein besonderer Zugang zum Bildungspotenzial des Sporttreibens!

 

4) Bewegungs- und Sportunterricht muss so organisiert werden, das alle Kinder teilhaben und unabhängig von den körperlichen Voraussetzungen und der motorischen Leistungsfähigkeit Spaß im gemeinsamen Sporttreiben finden können!

 

5) Wenn Sport auf die körperliche Dimension verkürzt wird steht er der Verdummung näher als der Bildung!

 

6) Hinsichtlich der zu erschließenden Erziehungspotenziale zeigt sich die Ambivalenz des Sports besonders deutlich. Die historische Betrachtung zeigt, dass der Sport für alle möglichen Zwecke instrumentalisiert wurde.

 

7) Um der sich hieraus ergebenden  Beliebigkeit entgegenzuwirken, müssen wir uns vermehrt mit der Thematisierung des Sports befassen und herausfinden, wie genau bestimmte Inhalte und Sachlagen für die betroffenen Sportler thematisch werden.

 

8) Sportstudierende müssen in der Lage sein sich situativ-variabel von ihrer persönlichen Sportbiographie zu distanzieren, um sich in die Perspektiven anderer (auch weniger leistungsfähiger) Kinder und Jugendliche hineinversetzen zu können!