Tobias Stuer, M.A.

Kurzexpose zum Promotionsprojekt

Teambildung in der Schule - Eine Längsschnittstuide zu den Wirkungen und Möglichkeiten der Teambildung im Sportunterricht

 

Begriffe wie Teambildung, Teamentwicklung, Teamdiagnose oder Teamplay sind weit über die Grenzen des Sports hinaus von Bedeutung (z.B. Wirtschaft; Sozialarbeit). Neue Untersuchungen widmen sich teamorientierten Frage- und Problemstellungen im Setting Schule und Schulsport. Wir stellen uns die Frage, welche Auswirkung die Forderung nach Teamorientierung im Kontext der aktuellen Diskussion um Schulentwicklung und Schulkultur hat. Dabei interessiert unter anderem, welche Folgen sich aus einer Abgrenzung des Teamgedankens von dem Gruppengedanken ergeben. Die derzeit existierenden Ansätze für die Schule unterscheiden das Team selten von der Gruppe und schaffen somit entsprechende Unübersichtlichkeit. Demgegenüber ist der Terminus in Hinblick auf das Feld der Wirtschaft oder des Spitzensports klar definiert: „Teams sind eine Gruppe von Menschen, die gemeinsam an geteilten Zielen arbeiten, dabei verschiedene Rollen übernehmen und die miteinander kommunizieren, umso ihre Anstrengungen erfolgreich koordinieren zu können“ (Dieck, R. v. & West, M. A. 2005). In sportpädagogischer Hinsicht stellt sich deshalb die Frage, ob und unter welchen Bedingungen Schüler lernen können als Team zusammen zu arbeiten. Um dieser Frage nachgehen zu können, sollen Spiele aus dem verfügbaren Fundus der Teamentwicklungsarbeit hinsichtlich ihrer Wirkungen auf die Schüler sowie auf die Bildung von Teamstrukturen im Klassenrahmen evaluiert werden. In der geplanten Längsschnittstudie kommen Verfahren der Handlungs- und Aktionsforschung, insbesondere Beobachtungsverfahren, Fragebögen und Interviews zum Einsatz.