Wohlfühlen

Beim Wohlfühlen und Wohlbefinden handelt es sich um ebenso flüchtige Zustände wie wir sie aus der Auseinandersetzung mit dem Begriff der "Bewegungsqualität" kennen. Als Wohlbefinden bezeichnet man in der Psychologie denn auch einen Zustand, in dem sich Menschen glücklich, gesund und frei fühlen. In bewegungswissenschaftlicher Absicht fragen wir deshalb auch danach, welchen Beitrag unsere Bewegungsweisen zum Wohlbefinden beisteuern können. Hierbei handelt es sich um einen dynamischen, sich immer wieder verändernden Prozess, der auch an einen Gleichgewichtszustand im Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Freiheit erinnert. Das „Wohlbefinden“ pendelt sich demnach - analog zum Prozess des Austarierens und Abwägens - im Zuge der aktiven Auseinandersetzung des "Sich Bewegenden" mit verschiedener Einflüsse, Faktoren und Bedingungen ein und baut ganz grundsätzlich auf die Annahme der Freiheit und Selbstbestimmung des Menschen. Freiheit meint in bewegungspädagogischen Zusammenhängen, dass sich Sportler bzw. "Sich Bewegende" freiwillig und selbstbestimmt Schwierigkeiten aussetzen, die sie für ihre tägliche Lebensbewältigung gar nicht bestehen und lösen müssten. Genau darin gründet der eigentliche Sinn und der besondere Spaß am "Sich-Bewegen".